Freie Wähler Bad Dürrheim trauern um Peter Gießer
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Die Freien Wähler Bad Dürrheim trauern um Ihren ehemaligen Vorsitzenden Peter Gießer.
Peter Gießer trat 1986 ein in unseren Ortsverein. Bereits 1990 übernahm er den Vereinsvorsitz von Hans Nann. 1994 wurde er dann zum 2. Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte er bis 2007 inne.
Auch nach seiner Vorstandstätigkeit war Peter ein treuer Gast in unseren Besprechungen und Versammlungen, solange es seine Augenkrankheit und seine Gesundheit zuließen.
Zuletzt lebte Peter in einem Pflegeheim in Speyer in der der Nähe seines Sohnes. Dort verstarb Peter Gießer im Januar 2025 im Alter von 86 Jahren.
Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Lieber Peter, Ruhe in Frieden.
Wolfgang Reichmann
1. Vorsitzender Freie Wähler Bad Dürrheim
Peter Gießer 1938-2025
Pressebericht - Jubiläumsfeier 50 Jahre Freie Wähler Bad Dürrheim
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Bad Dürrheim – Freie Wähler blicken auf 50 Jahre
Bad Dürrheimer Ortsverband feiert Jubiläum. Treue Mitglieder geehrt
– 50 Jahre Freie Wähler Bad Dürrheim. Ein Anlass, der gebührend gefeiert werden will. Und so trafen sich die Mitglieder des Ortsvereins im Gasthof Sonne-Post in Oberbaldingen zum Festakt und geselligen Beisammensein, bei dem Anekdoten und Erinnerungen der vergangenen fünf Jahrzehnte ausgetauscht wurden. Unter den Anwesenden war auch das einzig verbliebene, geschätzte Gründungsmitglied Paul Wiedmann. Eigentlich wäre das Jubiläum bereits 2024 angestanden, es wurde aufgrund der zeitintensiven Kommunalwahl inklusive Vor- und Nachbereitungen und des Terminaufkommens verschoben.
Die Freien Wähler Bad Dürrheim wurden zu Beginn des Jahres 1974 gegründet. Der Anlass war, dass Fritz Tritschler, Artur Schmider und Emil Schäfer eine Opposition im Gemeinderat gegen den Verbund von CDU und Otto Weissenberger vermissten und tätig werden wollten. Eines der Gründungsmitglieder wird mit den Worten zitiert, „dass die machen können, was sie wollen.“ Dazu kam, dass sich die beiden Gemeinderäte Bernhard Hiestand und Walter Bächler von der SPD getrennt hatten und nun im Gremium als freie Räte arbeiteten. So kam eines zum anderen und schließlich wurde die Freie Wähler Vereinigung am 20. Februar im damaligen Hotel Kreuz gegründet. Von den 20 anwesenden Gründungsmitgliedern wurde Fritz Tritschler zum ersten und Artur Schmider zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Bereits bei der ersten Gemeinderatswahl 1975, bei der die neue, vierte Liste für den Bad Dürrheimer Stadtrat erstmals auf den Wahlzetteln stand, erhielt sie 10,2 Prozent der Stimmen. Aufgrund der damaligen Wahlmodalitäten reichte es nur zu einem Mandat für Bernhard Hiestand. Doch das sollte sich bei den darauffolgenden Wahlen ändern. Kontinuierlich steigerten die Freien Wähler ihr Ergebnis (Details dazu unter Info) und wurden zum festen Bestandteil im Stadtparlament. Heute sind die Freien Wähler mit acht Mandaten zweitstärkste Kraft im Gemeinderat.
In den vergangenen fünf Jahrzehnten gab es viele Streitthemen, viele Themen, über die sich die Fraktionen und Vereinsmitglieder die Köpfe zerbrachen, heiß diskutierten und debattierten. Wie der Vereinsvorsitzende Wolfgang Reichmann stets betont, gilt bei den Freien Wählern kein Fraktionszwang. „Bei uns darf jeder seine eigene Meinung vertreten, auch in den Gemeinderatssitzungen.“ Auch wenn die Ansichten auseinanderklaffen, „können wir uns immer in die Augen schauen und miteinander reden und lachen.“ Bei seiner Ansprache blickte Wolfgang Reichmann auf die gewichtigen Entscheidungen der vergangenen 50 Jahre zurück. Er nannte als bedeutende Beispiele den Bau sowie die Instandhaltung der Sportanlagen, den wegweisenden Bau des Solemars mit Schwarzwaldsauna und Therapiezentrum, die Errichtungen der Festhallen, die Zustimmung sowie Durchführung der Landesgartenschau (1994), die zwei Flächennutzungspläne, die Erweiterung der Schulen und Kindergärten, zuletzt der erste Anbau zur Realschule sowie die Erweiterungen für Kleinkindbetreuung und Ganztagesschulen und den Umbau des Minaras.
Es gab jedoch auch Themenkomplexe, denen die Freien Wähler kritisch gegenüberstanden. Hierbei seien die Pläne für die geplante, groß dimensioniert Schweinezuchtanlage in Oberbaldingen, die Wohnbebauung im rückwärtigen Bereich des Hauses Hohenbaden, die Architektur sowie der Neubau auf dem Irma-Areal, Größe und Art der Kindertagesstätte Stadtkäfer 2 sowie die unterirdische Schulerweiterung in Oberbaldingen genannt.
„Den Zustand, dass ‚die machen können, was sie wollen‘, haben wir kontinuierlich abgeschafft – weitgehende Transparenz und kaum noch Vetterleswirtschaft prägen das politische Bild heute. Das ist die positive Nachricht unserer Arbeit der vergangenen fünfzig Jahre“, konstatierte Wolfgang Reichmann. Doch seine Rede führte nicht nur in die Vergangenheit, er blickte auch auf das Heute und Morgen. „Der Haushalt 2025 ist eingebracht. Große Projekte sind noch nicht alle eingestellt.“ Der Gemeinderat müsse sich den großen, teils unangenehmen Themen wie der schlechten kommunalen Finanzausstattung widmen, der Zukunft des Solemars – ob mit Sanierung oder Neubau, die Schulerweiterung in Oberbaldingen, die Erweiterung der Realschule am Salinensee zur fünfzügigen Verbundschule, der Ausbau des Haus des Gastes als Verwaltungsgebäude, der restliche Ausbau des Breitbandnetzes für schnelle Internetversorgung, der Umbau der Straßenbeleuchtung in energiesparende LED-Technik, die Sanierung einiger Straßen (Karl-, Bahnhof-, Gemeindeverbindungsstraßen) sowie die Brückensanierung, etwa in der Karlstraße.
Abschließend sagte Wolfgang Reichmann: „Die Freien Wähler stellen sich diesen kniffligen künftigen Aufgaben und zusammen werden wir Lösungen erarbeiten, die unsere Heimat im Kreis, in der Kommune und in den Ortsteilen weiterhin lebens- und liebenswert machen werden.“ Und weiter: „Im Februar 2024 sind die Freien Wähler Bad Dürrheim 50 Jahre alt geworden – 50 Jahre im Dienste der Demokratie und im Dienste der Stadt. Und so wird es auch in Zukunft bleiben.“
Bei einem Jubiläumsfest darf eines natürlich nicht fehlen und das sind die Jubiläen der einzelnen Mitglieder. Es gab einige Ehrungen. Zu jedem Jubilar fand Wolfgang Reichmann ein paar nette, wertschätzende Worte und überreichte jedem zu Ehrenden eine Schachtel feines Konfekt und eine kleine Dankeskarte.
Geehrt wurden: Das einzige noch verbliebene Gründungsmitglied Paul Wiedmann wurde von Wolfgang Reichmann für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Manfred Gerstenmaier trat 1975 in die Freien Wähler ein und engagierte sich 30 Jahre lang als Kassier im Verein. Irene Hauser ist seit 45 Jahren Mitglied, Gottfried Schacherer seit 44, Walter Klumpp seit 35, Renate Schacherer, Uwe Siefert und Wolfgang Reichmann seit 30 Jahren, Fraktionssprecher Klaus Götz seit 27 Jahren, Hilde Schlesiger und Jürgen Rauch seit 25 Jahren.
Einen besonderen Dank richtete Klaus Götz an Wolfgang Reichmann. Denn dieser leitet als Vereinsvorsitzender seit 30 Jahren die Freien Wähler Bad Dürrheim. Götz überreichte ihm, begleitet von einer humorigen, anerkennenden Ansprache, einen Restaurant-Gutschein.
Bildunterschrift: Die Geehrten der Freien Wähler beim 50jährigen Jubiläum. V.l.n.r.: Dr. Klaus Götz, Gottfried Schacherer, Jürgen Rauch, Walter Klumpp, Uwe Siefert, Wolfgang Reichmann, Dagmar Reichmann, Renate Schacherer, Irene Hauser, Hilde Schlesiger, Manfred Gerstenmaier und Paul Wiedmann
Foto: Susanna Schmidt, Freie Wähler Bad Dürrheim
Pressebericht - Freie Wähler setzen sich mit Nachdruck für die Werkrealschule ein
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Pressemitteilung
03. Februar 2024
Freie Wähler setzen sich mit Nachdruck für die Werkrealschule ein
Bad Dürrheim - Selten war eine Entscheidung des Gemeinderats so von Emotionen und Protesten geprägt wie die Debatte um die Auflösung der Werkrealschule in Bad Dürrheim. Vor kurzem gab das Stadtparlament nach hartem Ringen die Zustimmung zur Einrichtung einer Verbundschule am Standort der Realschule am Salinensee. Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Klaus Götz, erinnert sich: „Die Entscheidung und damit das Bekenntnis zur Werkrealschule stand bis zuletzt auf Messers Schneide.“ Eine Gemeinderatsfraktion hat sich bekanntlich erst kurz vor knapp für die Beibehaltung der Schulform entschieden, eine andere war bis zur entscheidenden Sitzung dagegen, schwenkte jedoch überraschenderweise um. Für die Freien Wähler haben zu keiner Zeit Zweifel an der Bedeutung der Werkrealschule für den Schulstandort Bad Dürrheim und für die Kinder bestanden. Fraktionssprecher Götz betont: „Seit vielen Jahren liegt uns der Nachwuchs besonders am Herzen. Auf unserer Agenda stehen mit höchster Priorität die Bildung und die Weiterentwicklung der Schulen und ein fundiertes Sanierungskonzept für die Grund- und Werkrealschule.“ Aus diesem Grund waren die Freien Wähler die treibende Kraft, die Werkrealschule zu erhalten. Durch unzählige Treffen, Diskussionen und Telefonate, auch mit den anderen Fraktionen des Stadtrats, forcierten die Freien Wähler den Verbleib der Werkrealschule – bekanntlich mit Erfolg. „Darüber sind wir sehr froh und dankbar“, betont Götz. „Wir wissen, dass wir harte Einsparungen zugunsten der Verbundschule vornehmen müssen. Wir müssen vier Millionen Euro aus anderen Projekten streichen. Davon sind gewiss nicht alle begeistert. Aber wir Freien Wähler sind der festen Überzeugung, das Geld an der richtigen Stelle zu platzieren.“ Der Vorteil einer Verbundschule liege nicht nur auf Seiten der Werkrealschüler. Endlich könne die Grundschule zu einer bedarfsgerechten, modernen, schönen Schule mit Ganztagesbetreuung umgebaut werden. „Der Platzmangel wird beseitigt, die Toilettensituation erheblich verbessert und die benötigten pädagogischen Räumlichkeiten können endlich geschaffen werden“, freut sich Klaus Götz im Namen seiner Fraktionskollegen.